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DAIKIN Handball Bundesliga: ThSV Eisenach vs. THW Kiel – Ein Abend voller Emotionen (28.11.2025)

DAIKIN Handball Bundesliga: ThSV Eisenach vs. THW Kiel

Eisenach ringt Rekordmeister Kiel ein historisches Remis ab – ein Handball-Abend für die Geschichtsbücher

Der ThSV Eisenach hat am Freitagabend ein echtes Ausrufezeichen gesetzt: Gegen den vielfachen Meister und Topfavoriten THW Kiel erkämpften sich die Thüringer ein sensationelles 27:27-Unentschieden – und das nach einem Spiel, das über weite Strecken an einen Handball-Thriller erinnerte.
Mehr als 15 Jahre lang hatten die Eisenacher gegen Kiel keinen Punkt holen können. Am 28. November 2025 durchbrachen sie diese Serie – mit viel Herz, Leidenschaft und einem Torwart in Weltklasseform.

Überschrift: Parade von Matija Spikic (1; ThSV Eisenach)


Spikic überragt – und stellt sogar Nationalkeeper Wolff in den Schatten

Überschrift: Spielszene: Silvio Heinevetter (12; ThSV Eisenach) und Vincent Büchner (74; ThSV Eisenach)

Zum Mann des Abends wurde ohne Zweifel ThSV-Schlussmann Matija Spikic. Mit 16 Paraden brachte er die Kieler Angreifer reihenweise zur Verzweiflung und entschied das Torhüterduell klar für sich. Sein Gegenüber Andreas Wolffkam auf lediglich fünf gehaltene Würfe.
Trainer Sebastian Hinze lobte nach dem Spiel nicht nur die Leistung seines Keepers, sondern die Geschlossenheit der gesamten Mannschaft: „Den Punkt haben wir uns verdient.“


Eisenach zeigt Moral – nach frühem Rückstand zur Führung

Doch die Partie begann alles andere als optimal. Nach neun Minuten liefen die Hausherren einem 2:5-Rückstandhinterher. Mit einem starken Zwischenspurt kämpfte sich der ThSV jedoch auf 6:6 heran und drehte das Spiel sogar auf 12:10 (24. Minute).
Kiel antwortete allerdings mit all seiner Routine und ging dank eines 4:0-Laufs mit einer 14:12-Führung in die Kabine.


Ein Spiel mit Wendungen – und Eisenach ist plötzlich obenauf

Nach der Pause erwischten die Thüringer den besseren Lauf. Angeführt von einer stabilen Abwehr und einem nahezu unüberwindbaren Spikic setzte sich Eisenach auf 20:17 (45.) ab – und ließ die Halle vom Sensationssieg träumen.

Doch Kiel wäre nicht Kiel, wenn sie ein solches Spiel kampflos hergeben würden. Sieben Minuten vor Schluss führte der Favorit plötzlich wieder mit 26:24. Die Partie kippte ein weiteres Mal – diesmal Richtung Schleswig-Holstein.


Dramatische Schlussminuten – Büchner rettet das Remis

In einer nervenaufreibenden Schlussphase behielt Vincent Büchner die Nerven und erzielte kurz vor dem Ende seinen fünften Treffer – das hochverdiente 27:27.
Neben Büchner überzeugten auf Eisenacher Seite Felix Aellen (5/3) sowie Oskar Joelsson und Vukasin Antonijevic (je 4 Tore).
Für Kiel trafen Lukas Zerbe (7/4) und Elias Ellefsen a Skipagotu (6) am häufigsten, während Domagoj Duvnjakviermal einnetzte.


Überschrift: Handball-Szene mit Justin Kurch (52; ThSV Eisenach), Lukas Laube (20; THW Kiel) und Philipp Meyer (27; ThSV Eisenach)






wäre mehr möglich gewesen?

Der ThSV hatte am Ende sogar die Chance, den ersten Sieg gegen Kiel seit dem 29. November 2000 perfekt zu machen. Es wäre ein historischer Moment gewesen – doch auch so fühlte sich das Remis wie ein kleiner Sieg an.

Eisenach hat an diesem Abend gezeigt, dass Leidenschaft, Teamgeist und Einsatzbereitschaft Berge versetzen können.
Ein Punkt, der in Erinnerung bleibt – und ein Spiel, das Handballfans so schnell nicht vergessen werden.

Überschrift: Trainer Filip Jicha (THW Kiel) wütend

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